So funktioniert ein Hybrid-Wechselrichter, Schritt für Schritt
Verstehe die Anschlüsse eines Hybrid-Wechselrichters, die Reihenfolge seiner Entscheidungen und die Betriebsarten. Folge dem Energiefluss im Rechner.
Ein Wechselrichter, mehrere Anschlüsse
Der Hybrid-Wechselrichter vereint in einem Gerät, was in einer gewöhnlichen Anlage getrennt wäre: den Solar-Wechselrichter, das Batterieladegerät und das Energiemanagement. Deshalb hat er mehrere Anschlüsse.
PV-Eingang (MPPT)
DCNimmt die Modul-Strings auf und verfolgt den Punkt maximaler Leistung (MPPT); bei manchen Modellen hat jeder Eingang seinen eigenen unabhängigen MPPT.
Batterieanschluss
DCLädt und entlädt die Batterie. Bei Lithium-Batterien spricht er über ein Kommunikationskabel mit dem BMS.
Ausgang zum Haus
ACLiefert Energie an die Hausverteilung und bezieht aus dem Netz, was fehlt.
Netzanschluss
ACBezieht und speist Energie ein, mit den vom Netzbetreiber verlangten Schutzfunktionen wie dem Inselbildungsschutz.
Ersatzstromausgang
ACVersorgt einen Notstromkreis, wenn das Netz ausfällt, wobei der Wechselrichter sein eigenes Netz bildet.
Die Reihenfolge seiner Entscheidungen
Jeder Hersteller erlaubt Einstellungen, aber die Logik des Eigenverbrauchs folgt meist einer Rangfolge:
- 11. Die Module versorgen das Haus
Alles, was die Module erzeugen, geht zuerst in den aktuellen Verbrauch.
- 22. Der Überschuss lädt die Batterie
Erzeugen die Module mehr, als das Haus braucht, lädt der Überschuss die Batterie, bis zu den Leistungs- und Ladegrenzen.
- 33. Batterie voll: Der Überschuss geht ins Netz
Ist in der Batterie kein Platz mehr, wird der Überschuss eingespeist, sofern die örtliche Regel es erlaubt.
- 44. Fehlt Energie, liefert die Batterie
Braucht das Haus mehr, als die Module erzeugen, deckt die Batterie den Unterschied und beachtet dabei eine Mindestreserve.
- 55. Bei der Reserve übernimmt das Netz
Steht die Batterie am eingestellten Minimum, versorgt wieder das Netz das Haus.
Folge der Energie
Verschiebe Erzeugung, Verbrauch und Batterieladung. Der Rechner zeigt in kW, woher die Energie kommt und wohin sie geht, mit den Regeln des Beispiels.
Ein typischer Tag
Addiert man die Flüsse über einen Tag, verändert die Batterie oft die Herkunft der Energie, die das Haus verbraucht. Ein anschauliches Beispiel für ein Haus mit 17 kWh Verbrauch pro Tag:
In diesem Beispiel decken Module und Batterie 13 der 17 kWh: rund 76% des Verbrauchs stammen von der Sonne, sofern die Batterie von den Modulen geladen wurde. Das tatsächliche Ergebnis hängt von der Größe der Module, der Batterie und den Gewohnheiten des Haushalts ab.
Betriebsarten
| Eigenverbrauch | Ersatzstrom-Vorrang | Zeitvariabler Tarif | |
|---|---|---|---|
| Wer die Batterie lädt | Der Solarüberschuss | Solar und bei Bedarf das Netz | Das Netz zu günstigen Zeiten |
| Wann sie entlädt | Immer, wenn das Haus es braucht | Nur bei Netzausfall | Zu teuren Zeiten |
| Reserve für einen Ausfall | Klein | Hoch | Mittel |
| Gut für | Die Rechnung senken | Gebiete mit häufigen Ausfällen | Tarife, die im Tagesverlauf schwanken |
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